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Marihuana, Cannabis, Gras - alles verschiedene Bezeichnungen für ein und dieselbe Pflanze: Hanf.
Seit 50 Jahren ist Hanf die populärste illegale Droge der Welt. Davor war das Kraut eine der weltweit bedeutendsten Kulturpflanzen. Noch im letzten Jahrhundert wurde seine robuste Faser zu Papier, Textilien und Seilen verarbeitet. Aus
Hanfsamen wurden Nahrungsmittel und Öl gewonnen, aus den Blüten Medizin.
Warum die weltweite Dämonisierung der uralten
Nutzpflanze Marihuana? Wieso diese militärische Kriegsführung gegen das vom Stängel bis zum Samen vollständig verwertbare Milliarden Dollar Kraut?
"Wenn Angst und Ablehnung der Leute beim Thema Marihuana einmal verschwunden sind und sie darin keine Droge, sondern eine normale Nutzpflanze sehen, dann wäre der Hanfanbau eine feine Sache."
"Marihuana ist eines der wertvollsten pflanzlichen Medikamente der Welt. Es hilft bei grünem Star, Epilepsie, Asthma, Menstruationskrämpfen, Schlaflosigkeit, Essstörungen, Muskelfehlspannungen. Aber die Pharmaindustrie sah diese ganze Negativpropaganda mit an und hielt den Mund. Niemand kümmert sich um die andere Seite. Unser Magazin ist die einzige Informationsquelle über den Nutzen der Pflanze."
HIGH TIMES ist weltweit das einzige Magazin, das sich ganz dem Marihuana verschrieben hat und der konventionellen einseitigen Meinung sachliche Information entgegensetzen will.
Auf der Suche nach Alternativen für die holländische Landwirtschaft haben sich auch 40 Wissenschaftler drei Jahre lang ganz dem Hanf gewidmet.
"Ich bin wirklich sehr begeistert von Hanf. Diese uralte Nutzpflanze ist völlig zu Unrecht untergegangen. Deshalb bin ich jetzt richtig stolz, an ihrem Comeback mitzuarbeiten. Die Samen enthalten Öl und Proteine, also hochwertige Nahrungsmittel für Mensch und für Tier. Als ich vor kurzem im Hanfforschungsinstitut der Ukraine war, gab es zum Beispiel Hanföl als Salatdressing. Auch industriell, etwa als Trockenmittel bei der Herstellung von Farbe, kann es vielfach verwendet werden."
Die größten Marktchancen fanden die Holländer aber in der Papierproduktion aus Hanf. Sie verarbeiten ihn mit verschiedenen Methoden zu Brei.
Alles, was Holzfasern enthält, kann auch aus Hanf hergestellt werden. Von Pappe bis Zeitungen, von Kosmetiktüchern bis Bibelpapier. Und das immer wieder. Beeindruckende 70 Prozent des Altpapiers werden in Holland recycelt. Nur: Je mehr Papier wiederverwertet wird, desto schwächer wird das Endprodukt. Die robuste Hanffaser bringt die ideale Verstärkung ins Recyclingpapier und füllt eine Marktlücke, in der jährlich Milliarden Dollar stecken.
Im amerikanischen Bundesstaat Oregon gibt es sowohl einige der größten Rotholzwälder, als auch einige der größten Holzschnitzel- und Fasermühlen der USA. Der Besitzer des größten Holzlagers im Staat steht voll auf Hanf. Nicht nur als Papier, sondern auch als alternativer Rohstoff für die Massivbauindustrie.
"Wir sind seit vielen Jahren in der Holzindustrie und wir fressen buchstäblich Millionen Hektar Wald weg wegen des Fasergehaltes der Bäume. Die meisten Bäume werden tatsächlich nur als Faserlieferanten genutzt, nicht als Baumaterial. Wir brauchen dringend einen sich nicht verknappenden Ersatz für Holz. Wenn wir Hanf als Faserrohstoff benutzen und es in der Menge anbauen, die wir brauchen, dann sinkt auch der Preis. Geben sie dem Hanf zwei Jahre und er wird billiger als Holz sein. Schließlich braucht das Kraut nur 120 Tage bis zur Ernte, nicht mehrere hundert Jahre. Holz oder Hanf, das ist also keine Frage."
Bills Vertrauen in die Zukunft des Hanf wird gestärkt durch die Hanfpartikelplatten, die seine Firma von der renommierten Forstwirtschaftsfakultät der Washington State Universität bezieht.
"Diese Bretter haben Weltklasse. Sind genauso gut wie die aus jeder anderen Fabrik hier und wir haben eine Menge Holzfabriken in Oregon. Eine davon, ein Stück südlich von hier, verbraucht jeden einzelnen Tag 700 Tonnen Baumfaser. Allein mit solchen Brettern machen sie drei Milliarden Dollar im Jahr. So eine Fabrik zu bauen kostet an die 100 bis 150 Millionen Dollar, deshalb ist es für uns wichtig, dass wir mit der bisherigen Technik weiterarbeiten können. Was wir zusammen mit der Washington State Universität herausgefunden haben: Hanf ist nicht nur ein prima Holzersatz, der mindestens so erstklassige Bretter wie die von der Douglas-Tanne abgibt, wir können sie auch mit der gleichen Technik herstellen.
Eines der außergewöhnlichsten unter den tausenden von Hanfprodukten ist
Henry Fords Plastikauto. Es wurde 1941 mit Zellulosefasern aus Hanf, ... und Weizenstroh gebaut und sollte mit Hanföl betrieben werden. Das Plastik war leichter als Stahl und konnte trotzdem zehnmal mehr aushalten ohne zu verbeulen.
Solche vergessenen Fakten enthüllt ein Sachbuchbestseller von 1986 mit dem Originaltitel "Des Kaisers neue Kleider". Auf deutsch heißt es schnöde "
Die Wiederentdeckung der Nutzpflanze Hanf". Sein Autor ist bis heute ein eingeschworener Hanffan.
„Der
Hanfsamen löst alle unsere Cholesterin- und sonstigen Arterienverstopfungsprobleme. Und wir haben ihn verboten. Offenbar wussten unsere Politiker nichts davon, sonst müsste man sie als geisteskrank einsperren. Wenige Leute wissen überhaupt, dass Hanf und Marihuana das gleiche sind. Bis 1973 hatte auch ich davon keine Ahnung. Ich hatte zwar gehört, dass Marihuana Hanf genannt wurde, aber dass das wörtlich gemeint war, wusste ich nicht. Was sie für illegal erklärt haben hieß ja auch "Marihuana" - mexikanischer Slang. Und sie haben es in das amerikanische Gesetz übernommen. Sie haben niemanden gesagt, dass sie Hanf verbieten.“
Die Baumwollindustrie gehört zu den größten Chemiekonsumenten der Welt. Und während die Baumwollprofite schwanken, wächst die Umweltbelastung von Ernte zu Ernte.
"Was diese Pestizidsache angeht, da hat Hanf absolute Vorteile. Viele bewässerte Ernten sind sehr stark von Chemikalien abhängig. Hanf dagegen braucht ganz wenig bis gar keine Chemie. Das finden viele Farmer gut, weil es einerseits die Kosten senkt und andererseits die Chemiebomben auf den Farmen und den Rest der Umwelt reduziert."
"Es gab verschiedene gute Gründe für den Niedergang der Hanfindustrie, aber heute gibt es eigentlich nur noch einen plausiblen Grund: Die althergebrachten Geschäftsinteressen der heutigen Industrien. Sie wollen kein Hanfrevival, weil sie den Wettbewerb mit dem Ökoprodukt scheuen. Synthetikhersteller und Benutzer von nicht erneuerbaren Energien können in so einem Wettbewerb gar nicht mithalten."
Die Überzeugung, dass hinter dem Hanfverbot vor allem kommerzielle Interessen standen stützt sich auch auf einen weiteren Sinneswandel in der US-Regierung fünf Jahre später. Während des Zweiten Weltkriegs, als die Nylonindustrie noch in den Kinderschuhen steckte, beklagte Amerika plötzlich einen akuten Mangel an Tauwerk. Und die Regierung rief Farmer lautstark zum Anbau des gerade erst dämonisierten Hanfs auf.
"Hanf für Tauwerk! Hanf für Takelage! Hanf als Schuhbänder für Millionen amerikanischer Soldatenstiefel! Hanf für unsere Fallschirmspringer! Hanf für den Sieg!"
Bei Kriegsende wurde Hanf nicht mehr gebraucht. Jetzt wurde dem Militär der Kampf gegen seinen bisherigen Alliierten befohlen.
"Marihuana ist ein Unkraut und verbreitet sich wie Brennnessel, wenn es einmal keimt! Aber die Truppe mit den Flammenwerfern hat die Situation voll im Griff."
Mit solchen Aktionen begann der heutige Krieg gegen Marihuana. Harry Anslinger hat ihn bis in die Vereinten Nationen hinein geschürt. Als amerikanischer Repräsentant im UN-Drogenkomitee berief er reihenweise Tagungen zum weltweiten Verbot der Pflanze ein.
"In den USA bekommt kaum jemand Unterstützung von der Regierung, wenn er keinen Plan zur Ausrottung von Hanf hat. Nehmen wir das Beispiel Bangladesh: Bang heißt übersetzt Marihuana. Bangladesh heißt "Marihuanalandbewohner". Und wir sind da unter einem politischen Vorwand hin und haben sämtliche Hanffelder niedergemacht. Alles was diese Hügel zusammengehalten hat. Und plötzlich wurde das ganze Land überflutet. Das ist doch Wahnsinn! Rassenmord an einer Pflanze."
Das Verbot hat Marihuana per Gramm teurer als Gold gemacht. Weltweit ist es das Multimilliarden-Dollar-Kraut für kriminelle Imperien geworden.
"Wir haben noch keine einzige Antwort auf das Waldsterben. Keine einzige Alternative zum weltweiten Kahlschlag. Eine Gruppe sagt: Hört auf Bäume zu fällen! Die andere sagt: Fällen wir sie alle! Dabei ist es doch ganz einfach: Baum ist Faser, Hanf ist Faser, und Hanf ist die viel bessere Faser."
"Also, wenn Hanfprodukte, wie Papier, Faser und Ethanol vernünftig vermarktet werden, dann sehe ich Cannabis klar als das Milliarden-Dollar-Kraut für die Jahrtausendwende."
Archive: http://www.archive.org/details/Hanf-DasMilliarden-dollar-kraut
Blogspot: http://hanfbildung.blogspot.com/2009/10/hanf-das-milliarden-dollar-kraut.html